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Sonntag, 19. Mai 2013

Fohre PetsFingn

wnscühe ich aelln, die heir lseen.

Klingt seltsam, ist aber doch verständlich, oder?

Es ist nämlich egal, in welcher Reihenfolge die Buchstaben von Worten stehen, nur das erste und das letzte Wort müssen sich am richtigen Platz befinden. 

Wie alles Intelligente, stammt  diese Erkenntnis nicht vom eigenen Misthaufen. Ich habe es bloss gelesen. 

Es ist aber gar nicht so einfach, die Worte durcheinander zu würfeln, sondern eine ziemliche Konzentrationsübung.

Viel zeitsparender ist es, alles gleich richtig zu schreiben...

In diesem Sinne: Frohe Pfingsten und Sonnenschein im Herzen, auch wenn nur noch Wasser vom Himmel plätschert. 


Mittwoch, 8. Mai 2013

Es regnet - wie schön

Für mich als pollengeplagtes Individuum ist es einfach befreiend, endlich die Balkontür aufmachen zu können und die regenfeuchte Luft ohne Hatschi-Anfälle einzuatmen. Und ohne tränende und juckende Augen in die Ferne zu schauen.




Ich gehöre ja nicht zu den Leuten, die am Montag auf auf MARKT im NDR-Fersehen interviewt wurden und angaben, diverse Apotheken mit dem Kauf von Nasenspray, Salben und Tabletten gegen ihre Pollenallergie reich gemacht zu haben. Die regten sich auf, weil sie zwischen zwanzig und fünfzig Euro für „Heilmittel“ ausgegeben hatten, die noch nicht einmal sonderlich halfen. 
Und empfohlen wurden ihnen natürlich das teuerste von Teurem.

Mit frei verkäuflichen Heilmitteln, für die sie die Preise selbst festsetzen können, machen nämlich Pharmaindustrie und Apotheker Riesengeschäfte.
Ich denke mir, dass da mal wieder die FDP hintersteckt, die für ihre Klientel, zu denen ja auch die Apotheker und die Pharmaindustrie gehören, für „freie Gesetze, würdig einer möglichst freien Marktwirtschaft“ gesorgt haben.

Wer clever ist, lässt sich nicht neppen und wendet ein paar alte Hausmittelchen gegen seine Allergie an. Also immer schön die Nase und die Augen nach jedem Spaziergang mit Wasser spülen. Am besten geht man dazu unter die Dusche und wäscht sich auch gleich die Blütenpollen aus den Haaren.
Und vor jedem Spaziergang das Naseninnere mit Vaseline einfetten, das hilft sehr. 
Und nur früh am Morgen lüften. 

Meerwasser-Sprayer, wie sie bespielsweise bei Aldi angeboten werden, sollen eher nicht so empfehlenswert sein, weil Salz die Schleimhäute austrocknet.

Ich finde, mit solchen einfachen Mitteln kann man eine einfache Pollenallergie schon einigermassen in Schach halten.

Und wenn sich dann noch die eine oder andere Polle zu mir verirrt und ich niesen muss, so lässt es sich immerhin aushalten.

Wünsche allen ein fröhliches Hatschi!

Aber am besten, natürlich,  gar kein Hatschi!!


Mittwoch, 1. Mai 2013

Gut sein ohne Gott

Um den Deutschen Kirchentag 2013 in Hamburg wird viel Trara gemacht. Daneben geht ganz unter, dass 60 % aller Menschen in der Stadt gar keiner Konfession angehören.

Unter dem Motto Gut ohne Gott veranstaltet die Humanistische Union den Deutschen Humanistentag 2013,  ebenfalls in Hamburg und bietet viele Vorträge und Diskussionen.

Von dieser Veranstaltung liest und hört man aber nur wenig, und die bekommen auch keinen Millionen-Zuschuss wie die Evangelische Kirche.

Übrigens hat der Slogan Gut ohne Gott zum Streit mit der Hochbahn in Hamburg geführt. Die verlangten nämlich von den Humanisten, dass deren Motto  geändert werden müsse, weil sich sonst die "Gläubigen" beschweren würden. In der Werbung für den Kirchentag sah die Hochbahn hingegen kein Hindernis, weil offenbar Atheisten weitaus toleranter sind und sich nie beschweren.

Dann hat die Hochbahn aber doch eingelenkt, und die Humanisten dürfen weiterhin Werbung machen mit ihrem Motto Gut ohne Gott - auf den Menschen kommt es an. 

Gut ohne Gott
Deutscher Humanistentag 2013
Veranstaltungsprogramm als PDF-Datei

Montag, 22. April 2013

Wer ist das?

Das bin ich, beziehungsweise mein Schatten. Mein Schattenriss hat zwar keine Füsse, aber ich habe welche. Bestimmt! Man sieht, dass ich einen ganz kleinen Kopf habe und lange Hammelbeine.
Hat jemand etwas anderes erwartet? Vielleicht einen grossen Kopf und kurze Beinchen? Der wird wohl enttäuscht sein.


Und hier unten noch ein kleines Schmankerl: ein Neunpunkte-Käfer aus Schokolade, den ich auf dem Gehweg fand, während ich auf meine Wandergruppe wartete. Er schaut mich mit grossen Augen an und scheint zu sagen: Friss mich! Das tue ich aber nicht, denn vielleicht hat schon ein Hundchen darauf gepinkelt oder so...
Wer den Schoki-Käfer wohl verloren hat? Vielleicht ein Kind? Sollte man ihn vielleicht im Fundbüro abgeben?
Ach nö, zu weit...


Eine angenehme Woche wünsche ich allen, die sich hier verirrt haben, die Ärmsten!

Donnerstag, 18. April 2013

Haare und Fusseln auf Kleidungsstücken

Fleecejacken, Fleecepullover sind praktische Kleidungsstücke, wenigstens in der kalten Jahreszeit. T-shirts aus Fleecestoff scheint es noch nicht zu geben, aber die meisten T-shirts sind schon nicht mehr aus Baumwolle, sondern aus Synthetik. Da ich als geborener Trauerkloss meistens dunkle Farben bevorzuge, weiss ich natürlich, dass alle Kleidungsstücke aus Synthetik einen fatalen Hafteffekt haben. Jedes Haar, das mir vom Kopf fällt (und man verliert im Laufe des Tages mindestens hundert Haare) bleibt auf Synthetik-Kleidung haften. Und bei dunklen Klamotten sieht man es.
Nun, neulich war ich zum Haareschneiden im Zehn-Euro-Frisörladen. Als praktischer Mensch trage ich natürlich eine Kurzhaarfrisur, obwohl Glatze zu tragen noch praktischer wäre. Doch dazu bin ich zu feige und müsste mich dann wahrscheinlich alle naselang fragen lassen, ob ich mich wegen eines Krebsleiden einer Chemotherapie unterzogen hätte.
Jedenfalls war aber nach dem Frisörbesuch mein Haar kurz genug, dass ich es mit fünf Fingern in Form bringen konnte. Doch mein dunkelblaues T-shirt war voller Haarschnipsel, die sich unter dem Frisierumhang frech ihren Weg ins Freie gebahnt hatten. Wegpusten half da garnichts und auch nicht, dass die Frisörin mir mit ihrem Föhn zu helfen versuchte.

Hier muss ich mal gestehen, dass ich ziemlich penibel bin und weder Haare auf Kleidungsstücken noch Krümel auf dem Tisch oder schiefhängende Bilder abkann. Es ist peinlich, dass ich so kleinkariert bin, aber so ist es nun mal.

Zuhause suchte ich darum gleich nach einer Kleberolle. Das sind die Dinger, die Fusseln und Haare auf Stoffen einfach wegkleben. Während ich alle winzigen Haarschnipsel auf meinem T-shirt entfernte und gleich noch das in dunklen Farben gehaltene Sofa mit der Kleberolle bediente, das auch so ziemlich fusselig aussah, dachte ich darüber nach, wie unwichtig doch meine Problemchen waren.

Angesichts der Tatsache, dass die Klimakatastrophe bereits eingetreten ist und wir von heut auf morgen zuerst Winter und dann gleich Sommer mit zweiundzwanzig Grad haben, ohne einen Frühling dazwischen, angesichts der Tatsache, dass in religiösen Kriegen jeden Tag tausende von Menschen umkommen und Millionen verhungern, sorgte ich mich um Haare und Fusseln auf Kleidungsstücken.

Andere wären doch bestimmt froh, wenn sie nur solche „Sorgen“ hätten. 
Na, ja, andererseits bin ich natürlich froh, dass ich nur solche Sorgen habe und keine anderen.